Spaziergänge über Petersburger Dächer werden legal

Exkursionen auf die Dächer von St. Petersburg, die schon lange ein Geheimtipp gelten, werden ab der kommenden Saison legal. Die Stadt hat die Bedeutung dieser Art von Tourismus erkannt und Führungen auf zwanzig Objekten in der Stadt bewilligt.

Wer schon einmal auf den Turm der Smolny- oder Isaakskathedrale gestiegen ist, weiß wie fantastisch der Blick über die Petersburger Dachlandschaft ist. Während der weißen Nächte gilt es als besonders schick, einen Spaziergang, eine Foto-Session oder sogar eine Party hoch über der Stadt zu organisieren. Bisher geschah dies jedoch meist inoffiziell, beziehungsweise illegal.

Waren die Dächer in den Neunzigerjahren noch weitgehend zugänglich, so beklagten sich die Fans von Dach-Spaziergängen in den letzten Jahren, dass die Ausgänge in den Häusern zunehmend abgesperrt werden. Es war höchste Zeit für eine Legalisierung, auch um das Unfallrisiko der oft waghalsigen Dach-Ausflüge einzudämmen.

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Russland wird Visavergabe an US-Bürger nicht einschränken

Obwohl die US-Botschaft in Russland die Vergabe von Nichteinwanderungsvisa einschränken wird, wird Russland weiterhin in unveränderter Zahl Visa an US-Bürger vergeben. Dies teilte Russlands Außenminister Sergei Lawrow am Montag mit.

In der Mitteilung hieß es weiter, die Visavergabebeschränkungen der USA ziele darauf, dass sich Missstimmung und Wut im Volk gegen die russische Regierung bilde, um eine so genannte farbige Revolution in Gang zu setzen. Russland werde auf die US-Visavergabemaßnahmen angemessen und zeitnah reagieren.

Die US-Botschaft in Russland hatte am Montag angekündigt, dass sie aufgrund Personalmangels ab dem 23. August die Vergabe von Nichteinwanderungsvisa vorübergehend einstellen werde.

China Radio International.CRI

In Zukunft mit der Transsib von Wladiwostok bis Wien

Bei der Vorstellung des Projekts „Breitspurstrecke Košice–Wien“ erklärte Österreichs Verkehrsminister Jörg Leichtfried, Österreich sei ein logisches Ziel der Trans-sibirischen Eisenbahn.

Die Trans-sibirischen Eisenbahn erhält durch die Weiterführung der russischen Breitspur von Košice über Bratislava nach Wien eine Anbindung an das Europäische Schienennetz, an das europäische Wasserstraßennetz über die Donau-Schifffahrt und an den Wiener Flughafen.

Mit dem Bau der etwa 400 km langen Strecke könne im Jahr 2023 begonnen werden. Die Verlängerung der Breitspur-Linie mit dem Bau eines Eisenbahn-Terminals wird der österreichischen Wirtschaft einen wichtigen Impuls geben. Jährlich werden über 20.000 Züge auf der Strecke laufen. Die Gesamtkosten der Eisenbahn-Erweiterung und des Umschlag-Bahnhofes werden fast 6,5 Milliarden Euro kosten und etwa 127.000 Arbeitsplätze schaffen.

Die Sanktionen der europäischen Union gegen Russland werden das Projekt nicht verhindern, denn die EU unterstützt die Eisenbahn-Erweiterung. Die Bahngesellschaften von Österreich, Russland, der Ukraine und der Slowakei haben im Jahr 2009 ein in Wien registriertes Joint-venture zum Zweck der Erweiterung des 1520 mm Spurbahn von Košice nach Bratislava und weiter nach Wien gegründet.

[hmw/russland.NEWS]

Putins Sibirienurlaub [Video]

Da gerade fast unser komplettes Videoteam selbst in Russland unterwegs ist, wäre es uns fast unter gekommen, dass auch das russische Staatsoberhaupt verreist war.

Jetzt, während Putin frisch zurückgekehrt schon wieder den ersten Staatsbesuch absolviert, liefern wir Euch aber doch die naturromantischsten, die Coolness-Faktor-reichsten und die actiongeladensten Urlaubsszenen von Wladimir Putin (begleitet vom Verteidigungsminister, zwei Regionalchefs, Tross und Drohne) aus der Region Tula in Sibirien.

Tourismus verdient kaum an chinesischen Gästen

Zwar reisten in den vergangenen „Sanktionsjahren“ als die westlichen Touristen ausblieben, zehntausende Chinesinnen und Chinesen nach St. Petersburg, doch die hiesige Tourismusbranche sieht kaum etwas vom Geld der asiatischen Gäste. Schuld daran sind Dumpingpreise und Absprachen unter Reiseveranstaltern und Souvenir-Shopbesitzern.

Laut der Petersburger Stadtregierung beträgt der Umsatz des China-Tourismus in dieser Saison rund 20 Milliarden Rubel (knapp 300 Millionen Euro), schreibt Fontanka.ru. 2017 rechnet man mit 450.000 chinesischen Touristen – eine Zahl, die sich laut Statistik bisher jährlich verdoppelt hat.

Das klingt wunderbar, doch leider kriegt das Stadtbudget und die städtische Tourismusindustrie von dem Geldsegen kaum etwas ab – schuld daran ist das so genannte „chinesische Dreieck“. Dabei sorgen die chinesischen Reiseveranstalter und ihre Geschäftspartner dafür, dass der grösste Teil des in Russland ausgegebenen Geldes wieder nach China, beziehungsweise in die Taschen der Veranstalter zurückfließt.

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Chinesenflut in Russland [Video]

Wer denkt, aufgrund zurückgegangener Urlauberzahlen aus dem Westen seien russische Urlaubsziele momentan leer, ist völlig auf dem Holzweg.

Denn es boomt aktuell der Gruppentourismus aus China – wer von dort in der geschlossenen Kolonne anreist, braucht kein Visum mehr und das wird von immer mehr Touristen aus dem Reich der Mitte genutzt. Das treibt zwischen Ostsee und Baikalsee interessante, zum Teil merkwürdige Blüten. Anna Smirnowa berichtet aus Sankt Peterburg von speziellen Chinesengeschäften und bunten Kofferziehern über gefrorene sibirische Gewässer, die die Saison dort verlängert haben. Ein Video im Rahmen unserer Mittwochsreihe Petersburg.life http://www.petersburg.life

Die spinnen, die Russen. Und fahren nicht mal in den Urlaub…

Die spinnen, die Russen. Sie essen Eis bei minus 30 Grad, trinken Wodka aus der Flasche und schlagen sich gegenseitig mit Birkenzweigen in der Sauna. Das weiß ja jedes Kind. Inzwischen kann man sich vor denen nirgendwo auf der Welt retten. Die mischen sich ja überall ein, hacken fremde Computer, manipulieren Wahlen in anderen Ländern.

Nicht mal in einen wohlverdienten Urlaub kann man fahren, ohne dabei auf Russen zu stoßen. Vor allem in die Türkei nicht. Und nach Ägypten schon gar nicht. Zypern, Spanien, Griechenland und Thailand kommen auch nicht infrage. Gefühlte Milliarden russischer Touristen überfallen ureigene deutsche Urlaubsgebiete.

Die Statistiker behaupten allerdings, 72 Prozent der Russen haben überhaupt keinen Reisepass. Jetzt rechnen wir mal nach. In Russland leben ca. 180 Millionen Menschen. Also nur ca. 32 Millionen können theoretisch überhaupt ins (europäische) Ausland reisen. Und wenn man Babys, Kranke, Gebrechliche usw. rausnimmt…. Fast 80 Prozent der Russen haben noch nie einen Urlaub im Ausland gemacht. Na gut, mag ja sein. Aber alle anderen fliegen bestimmt alle zusammen nach Ägypten. Der aktuellen Umfrage des Lewada-Zentrums zufolge waren nur 9 Prozent der Russen einmal in diesem Land.

Türkei? 81 Prozent der Befragten kamen noch nie in den Genuss, dort einen Urlaub zu machen (13 Prozent waren da nur einmal, 5 Prozent mehr als einmal). In den besten Jahren vor der Krise besuchten drei Millionen russischer Touristen dieses Land.

96 Prozent der Russen waren noch nie in Spanien, 94 noch nie in Griechenland, und nur 6 Prozent hatten sich einen Urlaub in Thailand gegönnt. Laut einer Umfrage von 2014 konnten gerade 8 Prozent der russischen Bevölkerung sich eine Auslandsreise leisten. „Zu Besuch zu sein ist schön, aber zuhause ist besser“, besagt ein russisches Sprichwort. Also bleiben die meisten Russen eben daheim. Das heißt sie fliegen nach Sotschi. 6,5 Millionen einheimische Touristen erholen sich an der Schwarzmeerküste, das ist zweimal so viel wie in allen türkische Urlaubsorten vor der Krise insgesamt. 37 Prozent der russischen Bürger würden aber lieber auf die Krim fahren. Wenn das Geld reicht. Denn das allrussische Meinungsforschungszentrum WZIOM hat rausgefunden, dass fast jeder zweite Russe in diesem Jahr seinen Urlau zuhause verbringen wird. 44 Prozent haben dabei „Geldschwierigkeiten“ als Grund angegeben.

Also haben die Sanktionen gegen Russland doch was bewirkt und man wird dieses Jahr nicht so vielen Russen irgendwo auf Kreta oder in Side über den Weg laufen. Denn ihr Benehmen ist wirklich gewöhnungsbedürftig, gelinde ausgedrückt. „Alleine, wie sie sich zum Mittagessen in Restaurants kleiden: diese unmöglichen ärmellosen Unterhemden bei Männern und Goldschmuck und High Heels bei Frauen! Keine Manieren eben! Und das muss man sich tagtäglich ansehen“, meine deutsche Sitznachbarin am Swimmingpool in einem Hotel im ägyptischen Scharm El-Scheich konnte sich gar nicht beruhigen. Dann winkte sie einen jungen arabischen Kellner zu sich und bestellte ein Bier. Es war ja so heiß. Wahrscheinlich deswegen war die 60-Jährige topless….

[Daria Boll-Palievskaya/russland.NEWS]

Petersburg will Passagierhafen mit neuer Fährlinie auslasten

Nach dem Verkauf der Fährgesellschaft St. PeterLine an ein italienisches Unternehmen versucht die Petersburger Stadtregierung ein Konzept für eine neue Fährlinie zu entwickeln. Einerseits will sie den Fährtourismus beleben, andererseits will die Stadt den neuen Passagierhafen, in den sie investiert hat, besser amortisieren.

Der Verkauf der St. PeterLine, sowie die aussenpolitische Krise haben St. Petersburg erneut zu einem wenig angelaufenen Fährhafen gemacht – daran ändert auch der neue Passagierterminal nichts, der nur zu rund einem Drittel ausgelastet ist. 2016 wurden über den Terminal 457.000 Passagiere abgefertigt, statt 1,5 Millionen wie vorgesehen. Um die Fähr-Szene wieder zu beleben hat nun die Betreiberfirma des Hafens einen Wettbewerb für ein neues Betreiberkonzept für 14,9 Millionen Rubel (rund, 150.000 Euro) ausgeschrieben.

Darin ist auch vorgesehen, dass eine neue Fährgesellschaft gegründet oder von aussen beteiligt werden könnte. Man schätzt die Kosten für die Umsetzung auf 100 bis 200 Millionen Dollar. Allerdings stufen Experten die Situation kritisch ein. Zum einen verlangt St. Petersburg relativ hohe Anlegegebühren, die teurer sind in anderen Ostseehäfen.

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Russisch vs. Deutsch: Urlaub im Ausland! [Video]

Bis 2014 war Deutschland ein wichtiges Urlaubsland für Russen – Russland für Deutsch aber eher ein seltenes Ziel.

Seitdem ist einiges passiert – allerdings nur zum negativen hin. Im Allgemeinen fuhren Russen von Jahr zu Jahr weniger ins Ausland und im Speziellen ganz besonders nach Deutschland. Über die Ursachen haben wir ja schon berichtet. 2017 rechnet man erstmals wieder mit mehr russischen Auslandsurlaubern. Wird Deutschland als Ziel davon profitieren? Wir wagen eine Prognose anhand von repräsentativen Stimmungsbildern vor Ort – und Positiv klingt sie aus der Sicht Deutschlands als Urlaubsland nicht. Aber in einem ihrer beliebtesten Urlaubsziele könnten die Deutschen ganz unerwartet auf eine Menge Russen treffen, wo sie das noch gar nicht gewohnt sind. Ariana berichtet im Rahmen ihrer Reihe „Russisch vs. Deutsch“ zwischen Russland und Deutschland mit Challenges, Tests und aktuellen Berichten zwischen den beiden Ländern – Freitags bei russland.TV

Ukraine: Totale Russland-Abschottung [Video]

Als Gipfel einer wahren Abschottungskampagne der Euromaidan-Regierung in Kiews sickerte nun gestern die Information durch, auch den Personen-Zugverkehr nach Russland wolle man unterbrechen.

Mit Repressionen hatte man zuvor nicht gegeizt. Russische Soziale Netzwerke und Suchmachen wurden für Ukrainer gesperrt, russische TV-Sender sind nicht mehr empfangbar und der direkte Flugverkehr existiert schon lange nicht mehr. Als Standardbegründung dient die russische Unterstützung der Donbass-Rebellen – man trifft mit den Maßnahmen jedoch vor allem 1,6 Millionen ukrainische Gastarbeiter in Russland oder die russischsprachige Minderheit im Land, die häufig über russische Netzwerke Email-Accounts und ähnliches nutzt. Auch stellt sich die Frage nach der Vereinbarkeit solcher Maßnahmen mit den Zielen, unter denen der Euromaidan einst 2014 nach eigenem Bekunden angetreten ist. Aus Brüssel oder Berlin – ob Politik oder Presse – dringt derweil zum ukrainischen Abschottungs- und Repressionskurs nur Schweigen.